Sehenswürdigkeiten im Ort

Viele große und kleine Sehenswürdigkeiten schmücken Burgbrohl, Weiler und Oberlützingen. Einige davon stellen wir hier näher vor.

schloss1-kKellnerei, die sogenannte Burg, mit Toreinfahrt.Vor dem Wiederaufbau des 1689 zerstörten Schlosses war Anfang des 18. Jh. auf Grund der neuen Waffentechnik der Verteidigungswert von Burgen stark gemindert. Paralell dazu liefen Bestrebungen, den niedrigen Wohnwert von Burgen zu verbessern und sich mit Park- und Gartenanlagen zu umgeben. Diesen Ideen folgend, wurde das Burgplateau der Burgbrohler Anlage nach Osten durch mächtige Stützmauern um fast 100 m erweitert. Im aufgefüllten neugewonnen Gelände legte man einen Park an.

josefssaeule1-kJosefssäule von 1786 in der Burgbrohler Ortsmitte am JosefsplatzIm Jahre 1786 schenkte die Familie von Bourscheidt der Gemeinde Burgbrohl die Josefssäule, eine im Rheinland sehr seltene Form einer Bildsäule.

Schon Anfang des 17. Jh. gab es eine St.-Josefsbruderschaft in Burgbrohl, die am 10. September 1669 in einem Breve von Rom bestätigt wurde. Im Visitationsprotokoll von 1680 wird erwähnt, dass eine Statue des hl. Josef in der Pfarrkirche die "vornehmste und wichtigste" sei.

altekirche1-kAlte Kirche, Südseite mit EingangDie alte Kirche ist das dritte Gotteshaus, das in der Gemeinde im Verlauf der Jahrhunderte gebaut wurde. Auf der Roidkin-Zeichung von 1725 sind zwei Kirchen zu erkennen: Die älteste auf der linken Talseite wird wohl das erste kleine Kirchlein gewesen sein, das schon 1330 in der "Taxa generalis" erwähnt wird. Gleichzeitig ist links von der Stützmauer der Burg die 1418 errichtet Kirche zu erkennen. Ihr schlechter Zustand im allgemeinen, besonders aber die teilweise Zerstörung der Fundamente nach heftigen Wolkenbrüchen in der Mitte des 18. Jh. zwangen zu einem Neubau, der an eine etwas weiter aufwärts gelegenen Stelle verlegt wurde.

krone2-kEhemaliges Hotel zur Krone in Burgbrohl.Zentral in der Mitte Burgbrohls und gegenüber der Josefssäule und dem Josefsplatz liegt mit dem ehemaligen Hotel zur Krone - früher auch häufig als Amtshaus bezeichnet - eines der auffälligsten und prägensten Gebäude des Ortes.

Im Jahr 1772 erwarb Johann Peter Sieglohr, Kellner (Verwalter) des Burgbrohler Schlosses, das an der Stelle der heutigen Krone in der Ortsmitte gelegene Anwesen (Haus und Gehöfte) der Familie Radermacher. Zwei Jahre später genehmigte Freiherr Carl Anton von Bourscheidt seinem Verwalter an dieser Stelle mit folgendem Schreiben einen Neubau:

probstei2-kEhemalige Probsteikirche Buchholz von Süden aus gesehen.Etwa 2 km südlich von Weiler liegt auf der Hochfläche die ehemals zur Abtei (Mönchen-)Gladbach gehörende frühere Propstei Buchholz. Dieser Außenbesitz der schon im 9. Jh. bestehenden Benediktinerabtei wird erstmal 1135 in einem Schreiben des Abtes Walterus über die Verteilung der Einkünfte erwähnt. Schon in dieser Zeit sind umfangreiche Baumaßnahmen belegt, so der großzügige Bau einer dreischiffigen Kirche, die bis zum Ende des 12. Jh. mit einem Querhaus und Türmen versehen wurde. Die bis zu diesem Zeitpunkt fertiggestellten Teile zeigen charakteristische romanische Ausführungen, besonders das Langhaus und die Ostfassade sowie im Innern die Blendarkarden, Lisensen, Gesimse und Profile.

kaiserhalle2-kKaiserhalle BurgbrohlDer besondere Grund, die Kaiserhalle in dieser Form als freitragende Kuppelhalle zu bauen, war für den Baumeister Wilhelm Bell die Notwendigkeit, den Nachweis zu führen, dass man auch für extreme Belastungen lokale Baustoffe wie Kalk, Lavasand und Traß benutzen kann. In einer Zeit vor der Jahrhundertwende, als der Zement seinen Siegeszug angetreten hatte und damit der Traßabbau im Brohltal immer weiter abnahm, schien ein solcher Beweis erforderlich.

bahnhof2-kDampflokomotive am Bahnhof Burgbrohl.Das Umfeld des Historischen Bahnhofes in Burgbrohl wurde im Rahmen des Vulkanparkprojektes umfassend erneuert und erweitert. Seit Jahren hat sich der Bahnhof zu einem beliebten Ausgangspunkt für viele Wanderer und Naturfreunde entwickelt.