Originale treffen auf die Amtsgewalt, und aus dem täglichen Tratsch wird pures Theatervergnügen. (Fotos: Eberhard Thomas Müller)Originale treffen auf die Amtsgewalt, und aus dem täglichen Tratsch wird pures Theatervergnügen. (Fotos: Eberhard Thomas Müller)Spielort Theater aus Polch sorgte mit „Tratsch an der Zapfsäule“ für unterhaltsame Stunden

Vorausgegangen war der begeisterte Ruf, u.a. von den Mayener Burgfestspielen; und auch auf der Kaiserbühne Burgbrohl gewann das Spielort Theater aus Polch die Zuschauer. Mit dem „Tratsch an der Zapfsäule“ führte die Theatergruppe zurück ins Burgbrohl der 1960er Jahre. Auch wenn die dargestellten Personen biographisch kaum etwas mit Thiels Christian, Pater Christoph, Frisör Hans Frings, Polizist Roland Moll oder Schwester Regiswintha vom Krankenhaus Burgbrohl zu tun hatten, erinnerte man sich doch gerne an alte Burgbrohler Originale.

Als „Die Drei von der Tankstelle“ das Lied „Ein Freund, ein guter Freund“ anstimmten, sangen die Zuschauer mit.Als „Die Drei von der Tankstelle“ das Lied „Ein Freund, ein guter Freund“ anstimmten, sangen die Zuschauer mit.So wollte Autor Wolfgang Röser auch keine wahren Geschichten erzählen, sondern heitere Anekdoten, die das Stück im Burgbrohl der 60er Jahre verortete. Das mit viel Liebe gestaltete Bühnenbild zeigte im ersten Akt eine Tankstelle mit dem Schriftzug „Tankstelle Karl Glees“. Drei hintereinander aufgereihte Vorhänge gaben das Bühnenbild und führten auch ins Innere der Tankstelle sowie in die Pfarrkirche. Im Stück ging es u.a. um einen toten Hahn, der nicht beerdigt, sondern gegessen wurde, um illegale Schnapsbrennerei oder eine Leiche im Straßengraben, die sich als sturzbesoffener Nikolaus entpuppte. Um all diese Schwerverbrechen kümmerte sich die Polizei. 15 engagierte Amateur-Darsteller, angeleitet von Regisseurin Michaela Vary, versprühten Eifler-Humor, wobei sie, und das ist auch eine Kunst, ganz auf Zoten oder schlüpfrige Anspielungen verzichteten. Und als „Die Drei von der Tankstelle“ das Lied „Ein Freund, ein guter Freund“ anstimmten, sangen die Zuschauer mit. Volkstheater in rheinischer Mundart eroberte die Herzen des Publikums in der Kaiserhalle.

15 Akteure sorgten für einen unterhaltsamen Abend.15 Akteure sorgten für einen unterhaltsamen Abend.Weiter geht es auf der Kaiserbühne am Freitag, 16. Oktober 2026, um 19:30 Uhr mit der Blues-Legende Biber Herrmann. Freuen können sich die Zuhörer auf einen Abend voller poetischer Songs und virtuosem Gitarrenspiel, voller Rock, Folk und intimem Akustikblues. „Biber Herrmann ist für mich der beste Bluesmusiker weit und breit“, sagte Fritz Rau, der unzählige Konzerte mit den Stones, Queen und Abba organisiert hat.

Kostenlose Parkmöglichkeit gibt es unweit der Kaiserhalle am Bahnhof an der grünen Schranke gleich hinter der Tankstelle.

Vorverkauf: Gemeindebüro Burgbrohl, Kreissparkasse Burgbrohl, Reisebüro Marino und Lotto- und Postagentur Elke Schäfer sowie Reservierungen im Internet über die Adresse burgbrohl.orts.app und den Link „Events / Termine“