Als sich der obere Saal im Haus der Kultur in Burgbrohl gefüllt hatte, verfolgten 40 Zuschauer gebannt die Filmdokumentation „Nicht in Gottes Namen“. (Foto: Adolf Winkler)Dokumentation „Nicht in Gottes Namen“ zeigte in Burgbrohl Schicksale von Geistlichen und Ordensleuten in der NS-Zeit
40 Zuschauer waren ins Haus der Kultur von Burgbrohl gekommen, um die Filmdokumentation „Nicht in Gottes Namen“ über das Schicksal der beiden Priester Johannes Schulz, Pastor von Nickenich, und Josef Zilliken, Pastor von Wassenach, zu sehen.
Beide Priester starben im KZ Dachau, da sie auf der Terrasse des Waldfriedens in Wassenach Göring nicht gegrüßt hatten. Rund ein Dutzend solcher Schicksale aus der NS-Zeit hat der Filmemacher Adolf Winkler in seiner Dokumentation nachgezeichnet, von Ordensleuten, Ordensschwestern, evangelischen Pfarrern sowie vom letzten Trierer Oberrabbiner Dr. Adolf Altmann. Szenen wurden nachgestellt, Originalschauplätze gezeigt. Historisches Filmmaterial in Schwarz-Weiß sowie Fotos und Dokumente aus dieser Zeit und Statements von Experten runden die Filmdokumentation ab.
Eingeladen hatten der Pfarrbezirk Burgbrohl – St. Johannes der Täufer, die Pfarrei Brohltal Herz Jesu, die Ortsgemeinde Burgbrohl sowie der Pastorale Raum Sinzig.
Eberhard Thomas Müller begrüßte die Gäste und freute sich besonders, Filmemacher Adolf Winkler, Peter Szemere von der Jüdischen Kultusgemeinde Trier sowie Heinz Lempertz aus Mendig in Burgbrohl willkommen zu heißen. Ebenso bedankte sich Müller bei Matthias Baden vom Pastoralen Raum Sinzig, in dessen Händen die technische Leitung des Abends lag, sowie bei der Ortsgemeinde Burgbrohl, die das Haus der Kultur kostenfrei zur Verfügung gestellt hatte.
Nach der rund 100-minütigen Dokumentation war im Saal die Betroffenheit der Zuschauer zu spüren, ein Film gegen das Vergessen und zur Mahnung, wohin Menschenverachtung, Antisemitismus und Rassismus führen.






